Dr.Lechner und Stefan Lackner in Tshumbe, November 2013

Nach einer langen und anstrengenden Reise waren Dr. Hannes Lechner und Elektromeister Stefan Lackner endlich in Tshumbe angekommen. Dabei wunderten sich die beiden, wie dieses junge „Dirndl“ Manuela alleine diesen gefährlichen und korrupten Weg nach Tshumbe gemeistert hat.

Den ersten Vormittag machten die drei einen Ausflug zum Markt, um alles vorzubereiten und die zwei Neulinge stellten mit Entsetzen fest, dass sie, obwohl sie schon sehr viel gereist waren, noch nie so ein armes Gebiet auf der Welt gesehen haben und wussten, dass sie hier dringend benötigt werden. Gleich begann Dr. Lechner einige Patienten zu behandeln, zu Beginn waren es noch wenige, doch bald darauf war das ganze Kindergartengelände voll von hunderten von Patienten. Die Nachricht über den besonderen „Weißen Doktor“ ging wie ein Lauffeuer durch Tshumbe und das nur durchs Weitererzählen. Dr. Lechner arbeitete jeden Tag von früh morgens bis spät abends und behandelte die Kranken. Alles fand er vor: Verbrennungen schwersten Grades, Tumore, unterernährte Kinder, Klumpfüße, Infektionen, Grauer Star, ja sogar Zahnweh plagte die Einwohner. Mit der Übersetzung von Manuela behandelte er einen nach dem anderen und verlor dabei nicht die Nerven. Außerdem bildete er die Mitarbeiter in unserer Krankenstation weiter: eine Krankenschwester, einen Krankenpfleger und einen Laboranten. Das Wissen, das ihnen Dr. Lechner beibrachte hätten sie sich nie erträumen zu lassen, mit seinen Medikamenten, Instrumenten und Geräte, die er mitbrachte wurde aus unserer kleinen Krankenstation, die beste Krankenstation innerhalb von hunderten von Kilometern. Menschen von weit her kamen, um sich behandeln zu lassen.

In der Zwischenzeit beschäftigte sich Stefan Lackner mit der Elektrik, einen 18-jährigen Jungen bildete er als einzigen Elektriker von Tshumbe aus. Allein mit einem „gscheitn Tiroia Dialekt“ konnte Stefan dem Jungen etwas beibringen, das er noch nie zuvor gesehen hat. Dann wurde das Gelernte angewendet, indem sie in der Krankenstation Licht anbrachten, sogar Lichtschalter und Steckdosen wurden installiert. Die Bevölkerung von Tshumbe war äußerst erstaunt, denn so etwas hatten sie noch nie gesehen. Ja sogar die gesponserten medizinischen Geräte wie Zentrifuge, Mikroskop und EKG brachte er zum Laufen

Letztes Wochenende sind unsere „Drei“ wieder gesund und munter und  voller Motivation für weitere Hilfe zurück gekehrt.

Der Verein Zukunft für Tshumbe bedankt sich herzlichst bei den beiden und lädt zum Vortrag von Manuela Erber „Mein Leben für die Kinder im Kongo“ ein. Dieser findet am 09.12.2013 um 19:30 Uhr in der Alten Gerberei in  St.Johann in Tirol statt.  Mit dabei Dr. Hannes Lechner und Elektrikermeister Stefan Lackner die von Ihrem Einsatz und Ihren Eindrücken  aus Tshumbe berichten.

            

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