Ein Rollstuhl für Mama Sofine, 2015

Mama Sofine kann von Geburt an nicht gehen, die Menschen in Tshumbe sagen, dass sie nur "herumschlängelt" wie eine Schlange, um auszudrücken wie sie sich bewegt. Sie konnte sich ihr Leben lang nicht weit von ihrer Hütte fortbewegen, doch nun hat sie Hoffnung: sie hat einen ganz besonderen Rollstuhl bekommen!

Mama Sofine hat in Tshumbe keine Verwandten und nur ein bisschen Hilfe von ihren Nachbarn. Das Leben ist extrem hart für sie, da sie keine Möglichkeit hat auf das Feld zu gehen und zu arbeiten, oft hat sie tagelang nichts zu essen, da sie keine Lebensmittel hat, Wasser ist auch schwer zu bekommen, nur wenn einer ihrer Nachbarn ihr eines bringt. Die Lebenssituation für sie ist sehr schwer, auch die Unterkunft ist schon halb zerfallen.

Mama Sofine, wird in Tshumbe von vielen Mama Bibi genannt, sie hat, obwohl sie es im Leben nicht leicht hat, immer ein freundliches Lächeln für jedermann übrig. Im Sommer 2014 lernte Manuela Mama Bibi kennen, da sie ein Kind gebar, das die Nachbarn dann zu Manuela brachten. Mama Bibi hatte keine Kraft zu stillen, sie gebar das Baby ganz allein in ihrer zusammengefallenen Hütte auf der Bananenblattmatte, das Kind ist knapp dem Tod entronnen. Manuela hat es dann mit Babynahrung ernährt und eine liebevolle Familie für sie gesucht, das war auch der Wunsch von Mama Sofine, denn sie wusste, dass sie sich selbst nicht um das Baby kümmern konnte.

Das Baby, das dann Manuela-Sofine gennant wurde, ist nicht willentlich entstanden- Mama Sofine wurde jahrelang von einem Mann vergewaltigt, der die Schwäche von Mama Sofine ausnutzte, sie konnte nichts machen. Vier Kinder sind aus diesen Vergewaltigungen entstanden, die ersten zwei starben an Hunger, das dritte starb an Malaria und das vierte war Manuela-Sofine, ihr geht es inzwischen richtig gut bei Mama Aloki und Papa Fabien, die sie liebevoll in ihre Familie aufgenommen haben.

Im Sommer 2015 kaufte Manuela Mama Sofine einen besonderen Rollstuhl in Kinshasa im Zentrum für Menschen mit Behinderung und verschiffte diesen bis nach Tshumbe. Der Rollstuhl wurde von einer großzügigen Sponsorin gesponsert, die sich sehr dafür eingesetzt hat. Als Mama Sofine den Rollstuhl erblickte strahlten ihre Augen sehr und sie probierte ihn gleich aus. Zu Beginn ist es sehr schwierig, da es einige Zeit braucht, das zu erlernen. Aber schon nach kurzer Zeit machte Mama Sofine kleine Asuflüge zu uns in den Kindergarten oder besuchte ihre Tochter bei ihrer "Adoptivfamilie".

Vielen Dank an die Sponsorin!

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