Junge mit großer, entzündeter Fleischwunde, 2015

Im September 2015 kam ein 13 Jähriger Junge mit dem Fahrrad angefahren, er fuhr nur mit einem Pedal, der zweite Fuß baumelte in der Luft herum. Als der den dreckigen Stoffetzen von diesem Fuß runternahm entblößte sich eine riesengroße, entzundene Fleischwunde. Die Fleischwunde war ca. 20 bis 30 cm lang und ca 10 cm breit, sie war komplett voller Eiter und Dreck, der Junge versuchte immer die Fliegen an der Wunde zu verscheuchen.

Als ich (Manuela) ihn fragte was passiert sei, erzählte er mir seine Geschichte:

Er war vor ca. 3 Monaten in den Wald gegangen und über einen Stock gestolpert, daraufhin hatte er sich eine kleine Wunde zugezogen, er tat nie irgendetwas um die Wunde zu heilen oder zu behandeln, da er kein Geld für Medikamente oder eine Behandlung hatte. Er ging nur zum traditionellen Medizinmann, der aber auch nicht sehr viel machen konnte.

Als die Wunde sich extrem verschlimmerte ging er ins Krankenhaus und daraufhin wurde er behandelt und bekam Antibiotika, aber auch all dies half nichts und deshalb wollten sie im Krankenhaus ihm nun sein Bein abnehmen. Als er schon keine Ausweg mehr wusste, erzählte ihm jemand von unserer Krankenstation hier und rat ihm zu uns zu kommen. Daraufhin tauchte er mit großer Hoffnung bei uns auf.

Als ich und meine Mitarbeiter der Krankenstation die Wunde sahen, begann wir zuerst damit die Wunde zu desinfizieren und zu säubern und das über mehrere Tage hinweg, außerdem bekam der Junge einige Medikamente wie Schmerzmittel und Antibiotika. Jeden Tag wurde er nun behandelt und der Verband gewechselt, nach einem Monat sah die Wunde schon besser aus und noch besser nach zwei, man sah schon wie sie langsam verheilte.

Der Junge, seine Mutter und auch alle anderen waren begeistert. Da sie die Behandlung nicht mit Geld bezahlen konnten, es uns aber wichtig ist, dass sie nicht alles geschenkt bekommen, sondern den Wert dafür sehen und schätzen lernen, sind sie nach der Behandlung sehr oft zu unserem Garten gekommen und haben gemeinsam mit den Gärtnerinnen dort gearbeitet.

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