Kleidung nähen als Patengeschenke

Patengeschenke sind inzwischen schon zur Tradition geworden bei unseren Projekten in Tshumbe. Dies ist daraus entstanden, da viele Paten uns immer gebeten haben ihren Kindern etwas mitgeben zu können, kleine Geschenke wie Federpenal, Kleidung, Haarschmuck, Stofftiere und vieles mehr. Wir freuen uns, dass die Paten so fest an ihre Patenkinder denken und ihnen auch ein kleines Geschenk machen wollen, doch soll es natürlich auch nützlich für sie sein und etwas sein, das sie wirklich brauchen. Außerdem ist es für uns unmöglich Geschenke aus Österreich mit in den Kongo zu nehmen, da dies vom Gepäck her viel zu viel sein würde.

Deshalb haben wir uns dafür entschieden, dass die Paten jedes Jahr freiwillig Patengeschenksgeld einzahlen können (5,-€, 10,-€ oder 20,-€) das ist jeder/m selbst überlassen. Dieses Geld wird dann mit in den Kongo genommen und wir kaufen dann vor Ort direkt in Tshumbe für ALLE Kinder das selbe Patengeschenk. Die Leute auf dem lokalen Markt freuen sich jedes Mal wieder, da sie damit auch wieder Einkommen haben und immer fast der ganze Markt aufgekauft wird. Dabei achten wir darauf, dass wir nur Dinge einkaufen die für die Kinder und deren Familien nützlich sind.

Zu den Patengeschenken gehören:

- Zahnpasta, Zahnbürste

- Haarkamm

- Wasserkübel oder Wasserkanister

- Teller mit Löffel und Becher

- Unterhosen

- Stifte und Hefte für Schulkinder

- Waschseife und Geschirrspülseife

- Flip Flops

- Kleidung (Kleid für Mädchen und Hose mit Leiberl für die Buben)

Die Kleidung wird inzwischen in unserer Nähwerkstätte genäht und danach an die Kinder ausgeteilt. Die Stoffe werden zuvor auf dem Markt eingekauft und dann zu wunderschönen Kleidungsstücken verarbeitet.

Die gesamten Patengeschenke werden Tag für Tag persönlich mit den Patenbriefen an die Kinder bei ihnen zu Hause übergeben. Dafür wird jedes Kind daheim besucht und auch Tipps zur Lebenssituation gegeben. Jedes Patengeschenk wird dabei genau erklärt und wofür es Verwendung haben sollte. 

 

Zusatz: ein Teil des Zeitungsartikels im Herbst 2016

Große Freude bei den Patenkindern!

Natürlich war eine der ersten Aufgaben für Manuela der Besuch bei den 120 Patenkindern, der wie immer sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Die beiden Volontärinnen Petra Bedner und Laura Theunis unterstützten sie dabei. Die Kinder bekamen ihre Patengeschenke, die immer am Markt vor Ort gekauft werden (Seife, Zahnpasta, Zahnbürste, Wasserkanister, Unterhosen, Flip Flops, Haarkamm, Schulhefte, Stifte, selbstgenähte Kleidung für jedes Kind). Um die Familiensituation und Lebensbedingungen der Kinder einsehen zu können, ist es Manuela wichtig, dass jedes einzelne Kind zu Hause besucht wird. Deshalb werden die Patengeschenke und Briefe nicht in der Schule oder im Kindergarten ausgeteilt, sondern bei jedem Kind daheim. Somit kann in vielen Fällen auf die Situation eingegangen werden und eventuelle Verbesserungs- und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Die Patenbriefe werden jedem Kind im Beisein der Familie vorgelesen und persönlich erklärt. Die meisten Begriffe aus Österreich (Schnee, Berge, Ski fahren, Haustiere haben,…) sind nicht bekannt und werden so gut wie möglich erklärt. Auch während des Jahres besucht das Personal der Krankenstation die Kinder regelmäßig daheim und gibt den Familien Tipps zu den Themen Ernährung, Hygiene, Gesundheit und Lebensbedingungen. 

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