Manuela reist wieder in den Kongo, Februar 2015

Die vierte Kongoreise beginnt:

Am 04. Februar geht es los und Manuela wird bis zum 04. März bleiben. Dieses Mal nutzt sie ihre Semesterferien um in Tshumbe gemeinsam mit Spezialisten vor Ort den Bau des ersten Schulgebäudes zu organisieren. Mit im Gepäck den Plan der von Günther Mimm hier gemacht wurde. (Danke Günther)

Angekommen in Tshumbe wurde Manuela wieder herzlichst von allen begrüßt und es flossen viele Freudentränen, nicht nur von Manuela, sondern auch von vielen Kindern, Mitarbeitern, Eltern und Bekannten. Jedes Mal ist es wieder ein wunderschönes Gefühl für sie, in Ihrer mittlerweile zweiten Heimat anzukommen.Sogleich beginnt auch der Alltag.

Im Kindergarten geht es wie immer sehr rythmisch und fröhlich her. In der Vorschulgruppe wird schon etwas geschrieben und auch gerechnet, vor allem gefällt Manuela das einige Kinder die sich anfangs sehr schwer mit der Umstellung auf die französische Sprache taten, nun richtig gut sprechen und stolz darauf sind, was sie schon können.

Organisation Schulbau: Sommer 2015

Gemeinsam mit einem Ingenieur vor Ort wird der komplette Schulbau (Planung) besprochen, vieles umgemodelt und ausgearbeitet, kalkulliert und Materialliste aufgestellt, was kann in Tshumbe produziert werden und was gibt es in Lodja und was muss Manuela in Kinshasa organisieren. Manuela ist sehr beeindruckt von dem Wissen und der Professionalität des Ingeneurs. Er übernimmt die komplette Bauleitung und Organisation des Bauteams, Manuela konnte sich wieder einmal davon überzeugen, dass es vor Ort Leute gibt mit einem extrem gute Wissen und Können. So blickt sie beruhigt auf den Schulbau im Sommer entgegen.

Mehrere lokale Ziegelfabriken wurden besichtigt und die Ziegelsteine einer lokalen Qualitätskontrolle unterzogen. Die rote Erde ( Ton ) wird per Hand abgetragen und dann mit Wasser vermischt, so erhält man die Rohmasse für die Ziegel. Diese wird mit einer alten Maschine per Hand zu Ziegeln gepresst und dann in einem selbst erbauten Brennofen gebrannt. Die Auftragsvergabe wurde auf alle Ziegelfabriken in der Umgebung zu gleichen Teilen aufgeteilt, damit auch keine Reiberein aufkommen. Die Ziegelfabriken befinden sich immer mitten im Busch, also inmitten der tropischen Natur, wohin nur ein kleiner Fußpfad führt.(so richtig urig) kann sich hier bei uns natürlich keiner mehr vorstellen.

Auf dem neuen Grundstück wurde mit einem Bauteam vor Ort ein großes 20m langes Ziegellager erbaut und ein weiteres 6m langes Baumaterialienlager. Dieser Bereich wird umzäunt und ein Wächter wird dann bis zum Baubeginn über die Materialien Tag und Nacht wachen.

Auch im Gesundheitsbereich hatte Manuela wieder einige Arbeit gemeinsam mit ihren Mitarbeitern aus unserer Krankenstation. Um nur einen Patienten zu nennen: Angel ist 21 Jahre jung und Albino. Sie hat eine wunderhübsche Tochter namens Pauline, die nun auch in den Kindergarten aufgenommen worden ist. Angel hat höchstwahrscheinlich Hautkrebs und das schon seit drei Jahren, abgemagert und geschwächt liegt sie in der kleinen Hütte. Offene Wunden prägen ihren Körper und vor allem auch ihr Gesicht, trotz Eiter und Blutvergiftung versucht sie täglich zu überleben und kämpft. Es ist ein unheimlicher Anblick, der sehr schmerzt und man sich denken kann, wie stark diese Frau ist. Die ganze Familie leidet darunter:  Die Mutter von Angel und ihre fünf Geschwister, sowie vor allem auch ihre Tochter Pauline, die ihre Mutter leiden sehen muss und das tagein tagaus. Da kein Geld für Behandlung vorhanden ist musste Angel bis jetzt ausharren, nun wird das bestmögliche  für Angel getan und wir hoffen, dass die Hilfe noch rechtzeitig kommt.  Auch gibt es immer viele unterernährte Babys deren Mütter verstorben sind , denen von der mitgebrachten nährstoffreichen Babynahrung , sehr geholfen werden kann.

Wie geht es unserem Medizinstudenten in Kinshasa...

Jules ist ein fleissiger Student und sehr gewissenhaft, Manuela konnte mit ihm die Universität besuchen und ist ganz zufrieden mit seinen Lernerfolgen. Er freut sich schon jetzt ein guter Arzt zu werden und dann wieder nach Tshumbe zurück zu gehen und vielen helfen zu können, vor allen den Kindern. wir wünschen ihm weiterhin Alles Gute !

 

 

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