Unter- und Mangelernährung in Tshumbe, Februar 2019

Jede Woche werden weitere Kinder, meist Babies zu uns in die Krankenstation gebracht. Meist kommen sie aus kleinen Dörfern von bis zu 70 km und das zu Fuß. Sie hören, dass es "Waale Waana" in Tshumbe gibt und die sich um die Kinder und Babies kümmert, dass dort Hoffnung ist und Hilfe geboten wird. 

Oft werden Babies gebracht, die nur ein paar Monate alt sind oder sogar neu geboren. Je früher die Angehörigen mit dem Baby kommen, desto besser. Jedoch komen viele erst später oder erfahren von uns erst wenn das Baby ein paar Monate alt ist und machen sich dann auf die anstrengende, lange Reise zu Fuß. Bis dahin geben sie den Babys meist nur Wasser zu trinken und Reisbrei oder Maisbrei zu essen. Wenn die Familie es sich ab und zu leisten kann, dann kaufen sie ein kleines Säckchen (ein Löffel voll) Pulvermilch, mischen es mit Wasser und geben es dem Baby, wobei diese Milch eigentlich für Kinder oder Erwachsene gedacht ist. Aber welche Möglichkeiten haben sie sonst?

Wenn die Familien ankommen, dann wird zuerst das Kind medizinisch untersucht und behandelt. Of haben schon die Babys Würmer, Malaria oder andere Krankheiten. Wenn die Mutter noch lebt, wird auch sie sofort untersucht und behandelt, meist hat sie dann eine Infektion oder einen Abzess an der Brust, was zur Folge hat, dass sie nicht mehr stillen kann und das Baby immer mägerer wird. Wenn das der Fall ist, kümmern wir uns um Mama und Kind und heilen die Infektion der Mutter, damit sie danach ihr Kind wieder weiter stillen kann. 

Wenn die Mutter schon verstorben ist, dann geben wir dem Baby, je nach Alter Babymilch oder einen selbst gemachten Aufbaubrei, so lange bis es dem Kind wieder gut geht. Gleichzeitig werden die Familienmitglieder geschult, wie man so einen Brei herstellt, wie man das Baby wäscht oder auch die Kleidung, wie man auf die Hygiene achtet und vielem mehr.

Für mich ist es jedes Mal wieder wunderschön ein Kind zu sehen, nachdem es "aufgepeppelt" wurde. Wenn man das Kind davor kennt, nur mehr Haut und Knochen und es nicht einmal mehr schreien kann, weil es keine Kraft mehr hat, dann bin ich unendlich dankbar und froh, dass es überlebt hat und wir dazu beigetragen haben.

Vielen Dank dafür an unsere fleißigen SpenderInnen, die uns all das ermöglichen!

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